Bürgerbegehren gegen Ampelanlage an der „Schwane“- Kreuzung
läuft auf Hochtouren
Unter dem Motto „Stoppt die Ampel – Kreisverkehr jetzt!“ haben Anwohner der
Kreuzung Erlanger Str./Höchstadter Str. in Weisendorf ein Bürgerbegehren auf
den Weg gebracht. Sie wollen damit den von der Gemeindeverwaltung
betriebenen Plänen zur Errichtung einer Lichtsignalanlage an der innerörtlichen
Kreuzung begegnen. Am nächsten Montag soll in der Gemeindenratssitzung die
Installation der Ampeln beschlossen werden.
Hatte das Staatliche Bauamt Nürnberg vor einem Jahr noch eindeutig und
unmissverständliche die Errichtung eines Kreisverkehrs als praktikable und
städtebaulich und verkehrstechnisch bestmögliche Lösung propagiert, so erklärt
die Behörde, laut Gemeindeverwaltung, nun, dass „im Hinblick auf die Aspekte
Verkehrssicherheit, Begreifbarkeit, Erkennbarkeit sowie Befahrbarkeit“ die
„vollständige Lichtsignalisierung der Kreuzung“, die „beste und
wirtschaftlichste Lösung“ sei, da der Erwerb von Privatgrundstücken hierfür
nicht erforderlich sei.
Genau diesen will das Bürgerbegehren durchsetzen. Der Antrag von Michael
Kuchenreuther, Heinz Hering (beide Anwohner der Erlanger Straße) und Ernst
Rappold lautet: „Sind Sie dafür, dass die Marktgemeinde Weisendorf an der
innerörtlichen Kreuzung Erlanger Str./ Höchstadter Str. (St. 2263 und St. 2259)
statt der Voraussetzungen für die Errichtung einer Ampel (Lichtsignalanlage)
die grundstücksrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung eines
Kreisverkehrs schafft?“
Um erfolgreich zu sein, müssen 10 Prozent aller wahlberechtigten Weisendorfer
das Bürgerbegehren mit ihrer Unterschriften unterstützen. Von den rund 500
benötigten Unterschriften sind nach nicht einmal zwei Tagen schon weit über
die Hälfte zusammen gekommen. Wer sich eintragen will, hat dazu am Samstag,
ab 9.00 Uhr vor dem REWE-Markt Gelegenheit. Dort kann man sich auch
Unterschriftenlisten abholen. Bereits am Montag Vormittag will die
Bürgerinitiative die Unterschriften oder zumindest einen Teil davon im Rathaus
einreichen.
Ernst Rappold
Mitteilung an die Presse vom 15.11.09
Grün wächst im Seebachgrund
Weisendorf: Stimmengewinne bei den Wahlen, steigende Mitgliederzahlen und wachsende Zustimmung zu den Inhalten grüner Politik, so lautet die Bilanz der Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung am Freitag in der Bürgerstube. Einstimmig bestätigten sie in der von Kreissprecher Manfred Bachmayer geleiten Neuwahl das Vorstandsteam Christiane Kolbet (Sprecherin), Ernst Rappold (Kassier) und Thomas Hanika (Schriftführer) für weitere zwei Jahre im Amt. Die Kassenprüfung des Ortsverbands übernehmen Edith Karlberger und Norbert Maier.

E. Rappold, N. Maier, T. Hanika, M. Bachmayer, E. Karlberger, C. Kolbet
Viele Entscheidungen mitgetragen
Den Schwerpunkt ihres Rechenschaftsberichts legte Christiane Kolbet auf die Arbeit der Grünen im Gemeinderat. 17 Anträge haben sie und ihr Fraktionskollege Norbert Maier seit ihrem Amtsantritt im Mai 2008 gestellt, darunter die erfolgreichen Anträge für ein kommunales Energiemanagement, den Einstieg in die Dorfsanierung und die Teilnahme am Alkohol-Präventionsprojekt „Guat beinand!“ des Landkreises. Die meisten Entscheidungen hätten die Grünen im Gemeinderat mitgetragen, bei einigen Themen habe man allerdings klar Gegenposition bezogen, so beim Bau des Heimatmuseums – „überdimensioniert und fehl am Platz“ – , bei der teuren Sanierung der 60 Jahre alten maroden Fahrzeughalle des Bauhofs und bei der voreiligen Entscheidung zur Generalsanierung der Hauptschule für € 1, 5 Mio. Es mache, so Norbert Maier, wenig Sinn eine Sanierung zu beschließen, bevor der Fortbestand der Schule gesichert sei. Die Grünen sind nun gespannt, wie das staatliche Schulamt diese Vorgehensweise bewertet.
Einhelliges Lob der grünen Basis
Die grüne Basis zeigte sich mit der Arbeit ihrer Fraktion sehr zufrieden und lobte deren Fleiß und Beharrungsvermögen. Mit ihrer Sachkenntnis, so die einhellige Meinung der Versammlung, hätten sich die Grünen Respekt im Rat verschafft. „Die Zeiten, in denen wir milde belächelt wurden, sind längst vorbei“, so Christiane Kolbet. Mit den anderen Oppositionsfraktionen pflege man einen freundlich-freundschaftlichen Umgang und tausche sich auch vor Sitzungen regelmäßig aus. Bei der Mehrheitsfraktion vermisse man hingegen die versprochene Offenheit und Transparenz. Der CSU und ihrem Bürgermeister fehle es in erschreckendem Maße am nötigen Gespür für die Menschen. Gezeigt habe sich dies bei der völlig einseitigen Parteinahme für die Interessen des ASV bei der Diskussion um die Erweiterung des Schulsportplatzes. „Das Porzellan, das hier zerschlagen wurde, wird sich schwerlich kitten lassen“, so die Einschätzung der Grünen.
Grüne Pläne zum Haushalt 2010
Zum Abschluss billigte die Versammlung die Antragsentwürfe ihrer Fraktion zum Haushaltsplan 2010. Neben der Einrichtung eines Freizeitareals für Jugendlichen wollen die Grünen die Verkehrssicherheit unter anderem im Reuther Weg verbessern.
Christiane Kolbet
Mitteilung
an die Presse vom 17.8.09
Grüne
äußern Verständnis für Anwohnersorgen
Standortdiskussion
für Pavillon muss neu geführt werden.
Die
Weisendorfer Grünen mahnen in der aktuellen Diskussion um den
geplanten Standort für einen Pavillon für die Dorfjugend zu
mehr Sachlichkeit. Es könne nicht sein, so die grüne
Gemeinderatsfraktion, dass Anwohner, die sich um die Lebensqualität
in ihrem Wohnumfeld sorgten, pauschal als kinder- und jugendfeindlich
hingestellt würden. Die Sorge der Anwohner am Windflügel
rühre im übrigen daher, dass sie seit Jahren einen „wilden“
Jugendtreff vor der Haustüre erleben.
Es
sei ein Fakt, so die Grünen weiter, dass in Weisendorf
zahlreiche Jugendliche nicht von den Angeboten der kommunalen
Jugendpflege erreicht würden. Der Treff in der Mehrzweckhalle
erscheint vielen Jugendlichen wenig attraktiv. Deshalb träfen
sie sich zu fortgeschrittener Stunde auf Straßen und Plätzen,
wie am Windflügel oder auf dem Festplatz. Zusammenstöße
mit Anwohnern seien vorprogrammiert.
Standort
diskussionswürdig
Auch
wenn die Grünen der Idee eines Pavillons als Jugendtreff
grundsätzlich positiv gegenüber stehen, so halten sie die
Standortfrage für diskussionswürdig. Es gäbe sicher
bessere Alternativen als unmittelbar an der Grundstückgrenze zu
den westlichen Nachbarn am Windflügel. „Es kann nicht
sein, dass in der Gemeinde länger über den Standort für
einen Wertstoffcontainer nachgedacht wird als über den Standort
für den Jugendpavillon“, so der grüne Gemeinderat
Norbert Maier.
Mangelnde
Sensibilität auf Seiten der Gemeinde
Im
Interesse der Jugendlichen sei es dringend erforderlich, dass sich
der Förderverein und die Verwaltung um eine für alle
Beteiligten akzeptable Lösung bemühten. Auch die
Weisendorfer Jugendlichen, denen der Pavillon ja zugute kommen soll,
wollen die Grünen in die Diskussion unbedingt eingebunden sehen.
„Zur Zeit“, so Gemeinderätin Christiane Kolbet,
„erleben wir, dass ähnlich, wie in der
Sportplatzdiskussion mit der Brechstange gearbeitet wird, wo
Samthandschuhe angebracht wären“.
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